Homeoffice – Chance oder Risiken & Nebenwirkungen?

Homeoffice – Chance oder Risiken & Nebenwirkungen? – Julia Benner Warum Führungskräfte jetzt genauer hinschauen müssen. Die Pandemie hat das Homeoffice salonfähig gemacht – doch inzwischen ist es keine Übergangslösung mehr, sondern fester Bestandteil unserer Arbeitskultur. Was zunächst wie eine Win-Win-Situation klang, bringt zunehmend differenzierte Erkenntnisse ans Licht: Während manche Mitarbeitende im Homeoffice aufblühen, verlieren andere an Fokus, Engagement und Leistung. Was steckt dahinter? Und was bedeutet das für moderne Führung? Zwischen Freiheit und Verantwortung: Was Homeoffice wirklich mit uns macht Zahlreiche Studien haben sich in den letzten Jahren mit den Auswirkungen von Homeoffice beschäftigt – mit teils widersprüchlichen Ergebnissen: Was diese Diskrepanz verdeutlicht: Homeoffice wirkt wie ein Verstärker für individuelle Persönlichkeitsmerkmale. Wer gut strukturiert, diszipliniert und eigenverantwortlich arbeitet, profitiert. Wer hingegen stark auf äußere Struktur, Kontrolle oder soziale Dynamik angewiesen ist, gerät schnell ins Hintertreffen. Persönlichkeitsmerkmale als Schlüsselfaktor Ob Mitarbeitende im Homeoffice produktiv sind oder nicht, hängt wesentlich von ihren Persönlichkeitsmerkmalen ab – insbesondere: Das bedeutet: Homeoffice funktioniert nicht für alle gleich gut. Und genau hier beginnt die Führungsarbeit. Führung in der Distanz: Zwischen Kontrolle und Vertrauen Homeoffice verlangt von Führungskräften ein neues Führungsverständnis. Klassisches Mikromanagement funktioniert hier nicht mehr – gefragt ist vertrauensbasierte, zielorientierte Führung, die individuelle Stärken erkennt und gezielt fördert. Doch in der Praxis erlebe ich in meinen Coachings immer wieder ähnliche Szenarien:Führungskräfte beklagen schwindendes Engagement, mangelnde Transparenz über Arbeitszeiten oder unklare Prioritäten in den Teams. Mitarbeitende hingegen fühlen sich oft alleingelassen, überfordert – oder schlicht zu wenig gesehen. Coaching als strategisches Führungsinstrument Hier setzt mein Coachingangebot an. Ich unterstütze Führungskräfte dabei, die richtigen Führungsstrategien für hybride Arbeitswelten zu entwickeln – unter anderem durch: Denn gute Führung ist im Homeoffice nicht weniger wichtig – sie ist nur weniger sichtbar. Doch genau hier liegt das Potenzial: Wenn Führungskräfte ihre Mitarbeitenden als Individuen wahrnehmen und stärken, können sie die Chancen des Homeoffice voll ausschöpfen – und Risiken gezielt minimieren. Fazit: Kein „One Size Fits All“ Homeoffice ist keine universelle Lösung – und auch keine Gefahr per se. Es ist ein Arbeitsmodell, das individuelle Chancen und Risiken mit sich bringt. Unternehmen und Führungskräfte müssen lernen, nicht nur Strukturen, sondern Menschen zu führen. Denn erst, wenn wir erkennen, welche Persönlichkeitsmerkmale welchen Einfluss auf Leistung und Engagement haben, können wir gezielt unterstützen – und Homeoffice zur echten Erfolgsgeschichte machen. Lust auf mehr Klarheit im Führungsalltag? Dann lade ich Sie herzlich ein, ein Erstgespräch zu buchen.
ADHS & ADS im Erwachsenenalter: Zwischen Realität, Modediagnose und Selbstmedikation

ADHS & ADS im Erwachsenenalter: Zwischen Realität, Modediagnose und Selbstmedikation – Julia Benner Lange Zeit galt Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) als eine Störung, die ausschließlich Kinder betrifft. Doch inzwischen zeigt sich immer deutlicher: ADHS verschwindet nicht mit dem Erwachsenwerden – es verändert lediglich sein Gesicht. Zwischen wachsender öffentlicher Aufmerksamkeit, therapeutischer Relevanz und kontroverser Debatte über Modediagnosen stehen Betroffene häufig im Spannungsfeld von Selbstzweifeln, Selbstmedikation und gesellschaftlichen Erwartungen. Was ist ADHS im Erwachsenenalter? ADHS – in Deutschland auch als ADS bekannt, wenn die Hyperaktivität weniger im Vordergrund steht – ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die durch Symptome wie Unaufmerksamkeit, Impulsivität und (gelegentlich) Hyperaktivität gekennzeichnet ist. Im Erwachsenenalter äußert sich ADHS häufig subtiler: statt zappeligem Verhalten dominieren innere Unruhe, Organisationsprobleme, emotionale Dysregulation und ein hohes Maß an Prokrastination. Laut der deutschen S3-Leitlinie zur ADHS bei Erwachsenen (DGPPN, 2018) leiden etwa 2,5 bis 4 % der Erwachsenen an ADHS – Tendenz steigend, auch durch bessere Diagnostik. Späte Diagnose: Ein zweischneidiges Schwert Viele Erwachsene erhalten die Diagnose erst im Rahmen anderer psychischer Behandlungen – häufig spät, nach einem langen Leidensweg. Der Leidensdruck ist dann oft groß: zerbrochene Beziehungen, berufliche Schwierigkeiten oder das Gefühl, „ständig anders“ zu sein, begleiten die Betroffenen häufig seit der Kindheit. Eine Studie von Kooij et al. (2010) zeigt, dass bei bis zu 80 % der Erwachsenen mit ADHS mindestens eine komorbide Störung vorliegt – vor allem Depressionen, Angststörungen, Substanzmissbrauch oder Persönlichkeitsstörungen. Diese Überschneidungen erschweren die Diagnostik erheblich, führen aber auch zu einem erhöhten Risiko der Selbstmedikation, etwa durch Alkohol, Cannabis oder Beruhigungsmittel. Selbstmedikation als Ausdruck innerer Not Erwachsene mit unbehandeltem ADHS berichten häufig, dass der Konsum von Substanzen ihnen kurzfristig hilft, ihre Gedanken zu fokussieren, innere Unruhe zu dämpfen oder Emotionen zu regulieren. Forscher wie Wilens et al. (2011) sprechen hier von einem „Selbstmedikationsverhalten zur Emotions- und Impulskontrolle“, das langfristig jedoch das Risiko für substanzinduzierte Störungen massiv erhöht. ADHS als „Modediagnose“? Eine kritische Perspektive Mit der zunehmenden öffentlichen Aufmerksamkeit – auch durch Social Media, Podcasts und Influencer – wächst die Zahl der Menschen, die sich mit ADHS identifizieren. Kritiker warnen jedoch vor einer „pathologisierenden Selbstdiagnosekultur“, in der Alltagsschwächen als Symptome gedeutet werden. Der Psychiater Dr. Peter Parzer vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim warnt: „ADHS ist keine Modeerscheinung, aber es besteht das Risiko der Überdiagnostik, insbesondere wenn Symptome ohne fundierte Anamnese interpretiert werden.“ Diese Perspektive ist auch Gegenstand einer Debatte innerhalb der Fachwelt, etwa in einem Beitrag der Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie (ZPPP, 2021), der zu mehr diagnostischer Zurückhaltung mahnt. Therapieansätze: Mehr als nur Medikamente Die Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter basiert auf einem multimodalen Ansatz, der Psychoedukation, Verhaltenstherapie und ggf. medikamentöse Unterstützung kombiniert. Medikamente wie Methylphenidat oder Lisdexamfetamin zeigen hohe Effektstärken (Biederman & Faraone, 2006), müssen jedoch individuell abgestimmt und eng begleitet werden. In meiner Praxis Redemoment legen wir großen Wert darauf, neben einer differenzierten Diagnostik auch Stärkung der Selbstwirksamkeit, Aufbau von Struktur und Bewältigungsstrategien zu fördern. Für viele Betroffene ist es ein befreiender Moment, sich und ihre Muster endlich zu verstehen – aber auch ein herausfordernder Weg, neue Verhaltensweisen zu etablieren. Fazit: Zwischen Stigma und Chance ADHS im Erwachsenenalter ist keine „Ausrede“ für Faulheit oder Versagen. Es ist eine ernstzunehmende, oft belastende Störung – aber auch eine Erklärung, die helfen kann, vergangene Schwierigkeiten einzuordnen und neue Wege zu gehen. Wichtig ist: Nicht jedes Konzentrationsproblem ist ADHS – aber wenn eine Vielzahl an Symptomen über Jahre das Leben beeinträchtigt, lohnt sich eine professionelle Abklärung. Nur so lässt sich verhindern, dass Betroffene in Spiralen aus Selbstvorwürfen, Fehldiagnosen oder Selbstmedikation geraten. In meiner Privatpraxis Redemoment liegt unser therapeutischer Schwerpunkt nicht auf der Diagnostik und Behandlung von ADHS, sondern vielmehr auf dem Erlernen alltagstauglicher Verhaltensstrategien, der Förderung emotionaler Selbstregulation und dem Aufbau innerer Stabilität. Bei einem konkreten Verdacht auf ADHS arbeiten wir eng mit spezialisierten Fachpraxen zusammen und verweisen bei Bedarf vertrauensvoll weiter – damit unsere Klient*innen bestmöglich begleitet werden.
Longevity beginnt im Kopf: Warum mentale Gesundheit zentral ist

Longevity beginnt im Kopf: Warum mentale Gesundheit zentral ist – Julia Benner Unsere Gesellschaft erlebt einen tiefgreifenden Wandel: Gesundheit ist längst nicht mehr nur die Abwesenheit von Krankheit. Sie ist zum Symbol eines gelungenen Lebens geworden – ein Ideal, das in unserer Gesellschaft zunehmend mit Selbstoptimierung, Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit verknüpft wird. Die sogenannte Longevity-Bewegung fokussiert sich auf das Ziel, nicht nur länger, sondern auch besser zu leben. Dabei lässt sich die zunehmende gesellschaftliche Aufmerksamkeit für das Thema durch mehrere ineinandergreifende Entwicklungen erklären. Einer der zentralen Treiber ist der demografische Wandel: Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich, und der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung wächst deutlich. Das führt zu tiefgreifenden Veränderungen in unseren Gesundheitssystemen, in der Arbeitswelt und im sozialen Gefüge – und verlangt nach neuen, ganzheitlichen Konzepten für das Leben im Alter. Parallel dazu ermöglichen medizinische Fortschritte – etwa in der Genom-Editierung oder der personalisierten Medizin – ein immer genaueres Verständnis biologischer Alterungsprozesse. Alter ist heute nicht mehr nur eine chronologische Größe, sondern zunehmend eine biologische Variable, die beeinflussbar scheint. Auch technologische Entwicklungen tragen entscheidend dazu bei, dass Menschen ihre Gesundheit aktiver gestalten können: Wearables, Gesundheits-Apps oder KI-gestützte Diagnostik erlauben eine frühzeitige Erkennung von Risiken und eine individuell zugeschnittene Prävention. Nicht zuletzt verändert sich das gesellschaftliche Gesundheitsbewusstsein ohnehin grundlegend. Immer mehr Menschen möchten nicht nur Krankheiten vermeiden, sondern ihre Gesundheit bewusst fördern und verlängern. Longevity steht somit für einen tiefgreifenden kulturellen Wandel: weg von der rein reaktiven Behandlung hin zu einem präventiven, selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Lebensstil und der eigenen Zukunft. Der Begriff betont ein qualitativ hochwertiges Leben im Alter – mental klar, körperlich fit und sozial integriert. Moderne Forschungsbereiche wie Medizin, Molekularbiologie und Neurowissenschaften zeigen dabei zunehmend Wege auf, Alterungsprozesse zu verlangsamen und chronische Erkrankungen zu vermeiden. Dennoch wird die mentale Gesundheit oft unterschätzt, obwohl sie letztlich entscheidend für ein erfülltes, langes Leben ist. Auch aktuelle Forschungen unterstreichen den engen Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Alterungsprozessen: Longevity beginnt im Kopf Langlebigkeit wird oft als Lifestyle-Phänomen inszeniert – mit Superfoods, Eisbädern und Biohacking. Doch wahre Resilienz entsteht nicht an der Oberfläche, sondern im Inneren. Wer lange leben will, muss sich selbst kennen, sich selbst aushalten – und sich selbst verändern können. Wissenschaftliche Studien zeigen klar: mentale Gesundheit ist ein Schlüsselfaktor für Langlebigkeit und Lebensqualität. Chronischer Stress, ungelöste Traumata oder dysfunktionale Denkmuster wirken sich nicht nur auf das emotionale Wohlbefinden aus, sondern erhöhen nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Immunschwäche und sogar Demenz. Eine umfassende Studie der Harvard University zeigte, dass die Qualität unserer Beziehungen und unsere emotionale Resilienz ein stärkerer Prädiktor für ein langes, gesundes Leben sind als Ernährung oder Bewegung allein. Und auch die Praxis zeigt: Wer psychisch stabil ist, trifft gesündere Entscheidungen, pflegt stabilere Beziehungen und kann auch mit Alterungsprozessen konstruktiver umgehen. Psychotherapie ist dabei kein reines „Reparaturinstrument“, sondern ein Ort der persönlichen Reifung. Sie ermöglicht, alte Wunden zu heilen, unbewusste Muster zu erkennen und neue innere Handlungsspielräume zu entwickeln – ein essenzieller Beitrag zur seelischen Langlebigkeit. Longevity beginnt also nicht im Fitnessstudio, sondern im Gespräch – in der bewussten Auseinandersetzung mit sich selbst. Psychotherapie und Coaching: ein Ort für reflektierte Gesundheit In meiner Praxis biete ich genau diesen Raum: für tiefergehende Reflexion, emotionale Entlastung und persönliche Entwicklung. Mein Ansatz verbindet wissenschaftlich fundierte Psychotherapie mit einem achtsamen Blick auf gesellschaftliche Trends und individuelle Lebensrealitäten. Ich begleite Menschen, die nicht nur „funktionieren“, sondern leben möchten – bewusst, selbstbestimmt und seelisch gesund. Gerade im Kontext der Longevity-Debatte wird klar: Wer lange leben will, muss lernen, mit sich selbst in guter Beziehung zu stehen. Das bedeutet, auch schmerzhafte Themen anzuschauen, alte Muster zu lösen und das eigene Selbst neu zu gestalten. Ich biete sowohl Psychotherapie bei psychischen Erkrankungen als auch Coaching an, um dich auf deinem individuellen Weg zu unterstützen.Wenn du bereit bist, in deine Gesundheit und Zukunft zu investieren begleite ich dich gern. In einem geschützten Raum, mit fachlicher Tiefe und einem offenen Blick für deine individuelle Lebensgeschichte. Dabei geht es u.a. um Themen wie: Fazit: Gesundheit ganzheitlich denken – mit Psychotherapie als Kompass Gesellschaftliche Trends wie Longevity zeigen: Gesundheit wird zunehmend als ganzheitlicher Zustand verstanden – körperlich und seelisch. Doch in der Realität bleibt die Psyche oft weiterhin der blinde Fleck im Gesundheitsdiskurs. Dabei ist sie nicht nur ein Mitspieler, sondern häufig die heimliche Regisseurin unseres Wohlbefindens. Psychotherapie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Ausdruck von Weitsicht und Selbstfürsorge. Sie ermöglicht es, in einer Welt voller Anforderungen innerlich klar, stabil und lebendig zu bleiben – auch und gerade mit Blick auf ein langes Leben. Quellen:
Liebeskummer – Wenn das Herz schmerzt, egal ob in der Liebe oder in der Freundschaft

Liebeskummer – Wenn das Herz schmerzt, egal ob in der Liebe oder in der Freundschaft – Julia Benner Ein psychologischer Blick auf Verlust, Schmerz und Heilung Liebeskummer ist ein universelles Gefühl, das Menschen in unterschiedlichsten Lebensphasen trifft. Meist wird er mit dem Ende einer romantischen Beziehung assoziiert – der Trennung von einem Partner oder einer Partnerin, dem Verlust einer emotional tiefen Bindung. Doch das Phänomen des „Herzschmerzes“ reicht weit über die klassische romantische Liebe hinaus. Auch enge Freundschaften können Brüche erleben, die ähnlich intensiv und schmerzhaft empfunden werden. Was ist Liebeskummer eigentlich? Aus psychologischer Sicht beschreibt Liebeskummer einen Zustand emotionaler Belastung, ausgelöst durch den Verlust oder die Nichterfüllung einer zwischenmenschlichen Bindung. Er kann Symptome wie Traurigkeit, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, aber auch Wut, Schuldgefühle und Hoffnungslosigkeit umfassen. In extremen Fällen kann Liebeskummer sogar depressive Zustände begünstigen oder verstärken. Der amerikanische Psychologe Dr. Guy Winch beschreibt Liebeskummer als „eine Form des emotionalen Traumas“, das das Selbstwertgefühl massiv erschüttern kann. In seinem Buch „How to Fix a Broken Heart“ weist er darauf hin, dass die neuronalen Aktivitäten, die bei Liebeskummer stattfinden, jenen ähneln, die bei körperlichem Schmerz auftreten. Liebeskummer als echter Schmerz – was sagt die Forschung? Eine häufig zitierte Studie der Columbia University (Kross et al., 2011) nutzte bildgebende Verfahren (fMRI), um zu untersuchen, wie das Gehirn auf sozialen Schmerz reagiert. Die Ergebnisse zeigten, dass das Areal, das bei körperlichem Schmerz aktiviert wird – insbesondere der sekundäre somatosensorische Kortex und die hintere Insula – auch bei sozialem Ausschluss und Trennung stark aktiv ist. Der Volksmund hat also recht, wenn er sagt: „Liebeskummer tut weh.“ Liebeskummer in Freundschaften – ein unterschätzter Schmerz Während romantischer Liebeskummer gesellschaftlich weithin anerkannt ist, wird der Schmerz über eine verlorene oder enttäuschte Freundschaft oft weniger ernst genommen. Doch Studien zeigen, dass enge Freundschaften ähnliche emotionale Bindungssysteme aktivieren wie romantische Beziehungen. Eine Studie von Fehr et al. (2000) zur Natur von Freundschaften beschreibt sie als „freiwillige Bindungen, die auf Vertrauen, Fürsorge und Gegenseitigkeit beruhen“. Wenn diese fundamentalen Aspekte verletzt werden – etwa durch Verrat, Entfremdung oder einseitiges Engagement – kann das psychisch genauso belastend sein wie das Ende einer romantischen Beziehung. Der Unterschied liegt häufig nicht in der Intensität des Verlusts, sondern in der gesellschaftlichen Validierung: Während man sich bei einer Trennung auf Mitgefühl und Unterstützung verlassen kann, wird ein „Freundschaftskummer“ häufig bagatellisiert. Warum Liebeskummer so intensiv erlebt wird Bindungstheoretisch betrachtet (Bowlby, 1969) ist der Mensch ein „Bindungswesen“. Wir suchen Nähe, Sicherheit und emotionale Resonanz bei anderen. Der Verlust einer solchen Bindung – egal ob romantisch oder freundschaftlich – wird als bedrohlich für unser inneres Gleichgewicht erlebt. Besonders bei Menschen mit unsicherem Bindungsstil (ängstlich oder vermeidend) kann Liebeskummer intensiver und langanhaltender sein. Auch neurobiologische Faktoren spielen eine Rolle: Während der Verliebtheit und in tiefen Freundschaften werden Neurotransmitter wie Dopamin, Oxytocin und Serotonin ausgeschüttet – Botenstoffe, die für Glücksgefühle und Vertrauen sorgen. Bricht eine Beziehung ab, gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken, was emotionale und körperliche Symptome auslösen kann. Wie man mit Liebeskummer umgehen kann – psychologische Impulse Und wenn der Kummer bleibt? – Der therapeutische Blick In den meisten Fällen heilt Liebeskummer mit der Zeit. Doch manchmal bleibt der Schmerz bestehen oder verstärkt sich – vor allem, wenn ungelöste Bindungserfahrungen, Selbstwertprobleme oder depressive Tendenzen mitschwingen. Wird Liebeskummer nicht verarbeitet, kann er das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Anpassungsstörungen erhöhen. An dieser Stelle kann eine psychotherapeutische Begleitung wertvolle Unterstützung bieten. In einer Verhaltenstherapie kann gemeinsam reflektiert werden, welche Gedanken- und Verhaltensmuster den Schmerz aufrechterhalten – und wie man neue Wege findet, um mit Enttäuschung, Verlust und innerem Rückzug umzugehen. Dabei geht es nicht nur darum, den aktuellen Schmerz zu lindern, sondern auch um langfristige emotionale Resilienz und persönliche Entwicklung. In meiner Privatpraxis Redemoment ist Liebeskummer – ob in der romantischen Liebe oder in der Freundschaft – ein häufiges Thema, das ich ernst nehme. Die Erfahrung zeigt: Wer sich traut, auch seelischen Schmerz in Worte zu fassen, kann nicht nur heilen, sondern an Krisen wachsen. Denn manchmal ist es genau dieses Reden, das zum entscheidenden Wendepunkt wird: vom inneren Rückzug hin zu neuer Verbindung – zu sich selbst und zu anderen.
Warum Beziehungen heute scheitern – und wie man dem mit Therapie entgegenwirken kann

Warum Beziehungen heute scheitern – und wie man dem mit Therapie entgegenwirken kann – Julia Benner Beziehungen sind komplex – sie bieten Geborgenheit, aber auch Herausforderungen. In der heutigen Zeit scheint es, als würden Partnerschaften häufiger scheitern als früher. Aber woran liegt das? Und wie kann eine frühzeitige therapeutische Begleitung helfen, Konflikte zu bewältigen und die Beziehung zu stärken? Warum gehen heute so viele Beziehungen in die Brüche? Die Scheidungsraten sind in den letzten Jahrzehnten hoch geblieben. Laut Statistischem Bundesamt wurden in Deutschland im Jahr 2022 rund 38 % aller Ehen geschieden. Doch nicht nur Ehen, sondern auch unverheiratete Partnerschaften scheitern oft nach einigen Jahren. Wissenschaftliche Studien haben verschiedene Gründe identifiziert, die Beziehungen heute besonders belasten: 1. Unrealistische Erwartungen an die Partnerschaft Durch romantisierte Vorstellungen aus Filmen, Büchern oder sozialen Medien erwarten viele Paare, dass ihre Beziehung dauerhaft harmonisch bleibt. Die Forschung zeigt jedoch, dass gesunde Konflikte ein natürlicher Teil jeder Beziehung sind (Gottman & Silver, 2015). „Der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung ist nicht das Vermeiden von Streit, sondern der konstruktive Umgang mit Differenzen.“ (Gottman & Silver, 2015) Wenn Paare nicht lernen, mit Meinungsverschiedenheiten umzugehen, kann die Beziehung an unrealistischen Erwartungen zerbrechen. 2. Kommunikationsprobleme Ein häufiger Grund für das Scheitern von Beziehungen ist schlechte Kommunikation. Studien von John Gottman zeigen, dass bestimmte Kommunikationsmuster – wie Kritik, Abwehr, Verachtung und Mauern – starke Indikatoren für eine Trennung sind (Gottman, 1999). Diese sogenannten „Vier apokalyptischen Reiter der Kommunikation“ können die emotionale Verbindung nach und nach zerstören. 3. Emotionale Vernachlässigung und fehlende Intimität Moderne Lebensstile mit hoher beruflicher Belastung und digitaler Ablenkung führen oft dazu, dass Paare sich emotional entfremden. Untersuchungen zeigen, dass emotionale Intimität eine der wichtigsten Säulen einer stabilen Beziehung ist (Karney & Bradbury, 2020). Wenn diese Verbindung verloren geht, fühlen sich Partner oft einsam – selbst in der Beziehung. 4. Sexualität als unterschätzter Faktor Sexualität spielt eine zentrale Rolle in vielen Partnerschaften – nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf emotionaler Ebene. Studien zeigen, dass sexuelle Unzufriedenheit ein häufiger Trennungsgrund ist (McNulty et al., 2016). Mögliche Ursachen für Probleme in der Sexualität sind: Fehlende Kommunikation über Wünsche und Bedürfnisse Unterschiedliche sexuelle Vorlieben oder Frequenzbedürfnisse Stress, körperliche oder psychische Belastungen Ungeklärte Konflikte, die in die Sexualität übergreifen Sexuelle Probleme werden oft tabuisiert oder erst spät angesprochen – dabei können sie als Spiegelbild der Beziehung dienen. In der Paartherapie ist Sexualität daher ein wichtiger Bestandteil, um sowohl emotionale als auch körperliche Nähe wiederherzustellen. 5. Angst vor Nähe oder Verlustangst Bindungstheoretische Forschung (z. B. von Bowlby, 1969) zeigt, dass frühkindliche Erfahrungen beeinflussen, wie wir in Beziehungen agieren. Menschen mit einem unsicheren Bindungsstil neigen entweder zu starker Abhängigkeit oder zum Vermeiden von Nähe – beides kann eine Partnerschaft belasten. 6. Mangel an gemeinsamer Weiterentwicklung In langjährigen Beziehungen können sich Partner in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Ohne bewusste gemeinsame Reflexion und Anpassung kann dies dazu führen, dass sich die Lebensentwürfe nicht mehr ergänzen. Wie kann Paartherapie helfen? Viele Paare suchen erst dann therapeutische Hilfe, wenn die Beziehung fast zerbrochen ist. Doch frühe Unterstützung kann helfen, Konflikte zu verstehen und neue Lösungswege zu finden. 1. Verbesserung der Kommunikation Ein zentraler Ansatz in der Paartherapie ist es, konstruktive Kommunikationsmuster zu entwickeln. Methoden wie die gewaltfreie Kommunikation (Rosenberg, 2015) helfen Paaren, ihre Bedürfnisse ohne Schuldzuweisungen auszudrücken. 2. Stärkung der emotionalen Verbindung Durch emotionsfokussierte Therapie (EFT) lernen Paare, sich gegenseitig besser zu verstehen und wieder eine sichere Bindung aufzubauen. Studien zeigen, dass EFT in 70-75 % der Fälle zu einer deutlichen Verbesserung der Beziehung führt (Johnson et al., 2013). 3. Erkennen und Verändern destruktiver Muster In der Therapie arbeiten Paare daran, unbewusste Beziehungsmuster zu erkennen – beispielsweise Ängste oder Überzeugungen, die aus der Kindheit stammen. Durch dieses Bewusstsein kann sich der Umgang miteinander verändern. 4. Wiederherstellung von Nähe und Intimität Therapeutische Interventionen helfen Paaren, emotionale und körperliche Intimität wiederzubeleben. Studien zeigen, dass emotionale Nähe einer der stärksten Prädiktoren für eine stabile Beziehung ist (Karney & Bradbury, 2020). Ein häufig unterschätzter Bereich in der Paartherapie ist die gemeinsame Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität. In der Therapie können Paare lernen, über ihre sexuellen Wünsche zu sprechen, Scham abzubauen und Wege zu finden, die Intimität neu zu entdecken. Die Forschung zeigt, dass Paare, die offen über ihre Sexualität kommunizieren, eine höhere Beziehungszufriedenheit haben (McNulty et al., 2016). Eine Therapie kann helfen, Hemmungen zu lösen und neue Impulse für die gemeinsame Sexualität zu entwickeln. Mein Ansatz in der Paartherapie In meiner Praxis Redemoment begleite ich Paare dabei, ihre Beziehung bewusst zu gestalten. Mein Fokus liegt auf einer emotionsfokussierten, wertschätzenden und individuellen Begleitung, die auf Augenhöhe stattfindet. Jede Beziehung ist einzigartig – deshalb gibt es keine Standardlösungen, sondern maßgeschneiderte Ansätze, die zu den Bedürfnissen des jeweiligen Paares passen. Ich lege besonderen Wert auf: Offene und ehrliche Kommunikation – Verständnis füreinander schaffen Nachhaltige Veränderung – Beziehungsmuster langfristig verbessern Transparenz im therapeutischen Prozess – gemeinsame Entwicklung statt vorgefertigter Lösungen Fazit: Beziehungen bewusst pflegen Beziehungen scheitern nicht einfach so – meist sind es schleichende Prozesse, die frühzeitig erkannt und verändert werden können. Wer sich rechtzeitig Unterstützung sucht, kann Konflikte konstruktiv lösen und die emotionale Verbindung stärken. Wenn ihr als Paar das Gefühl habt, euch voneinander zu entfernen oder immer wieder in denselben Streitmustern zu landen, kann eine Paartherapie eine wertvolle Möglichkeit sein, eure Beziehung zu stabilisieren und neue Wege miteinander zu finden. In meiner Praxis Redemoment begleite ich euch dabei gerne – mit Empathie, Transparenz und einem individuellen Ansatz, der zu euch passt. Literatur: Bowlby, J. (1969). Attachment and Loss: Vol. 1. Attachment. Basic Books. Gottman, J. M. (1999). The Seven Principles for Making Marriage Work. Harmony Books. Gottman, J. M., & Silver, N. (2015). Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe. mvg Verlag. Johnson, S. M., Hunsley, J., Greenberg, L., & Schindler, D. (2013). Emotionally focused couples therapy: Status and challenges. Clinical Psychology: Science and Practice, 6(1), 67-79. Karney, B. R., & Bradbury, T. N. (2020). The maintenance of satisfaction in marriage: A meta-analytic review. Journal of Personality and Social Psychology, 77(6), 1255-1277. Rosenberg, M. B. (2015). Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens. Junfermann Verlag.
Den richtigen Therapeuten finden: Die Bedeutung der therapeutischen Beziehung

Den richtigen Therapeuten finden: Die Bedeutung der therapeutischen Beziehung – Julia Benner Die Entscheidung, eine Therapie zu beginnen, ist ein großer Schritt – doch ebenso wichtig ist die Wahl des richtigen Therapeuten. Neben der fachlichen Qualifikation spielt insbesondere die therapeutische Beziehung eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Behandlung. Aber woran erkennt man einen passenden Therapeuten, und warum ist die Beziehung zwischen Therapeut und Patient so essenziell? Die therapeutische Beziehung – also die emotionale und professionelle Verbindung zwischen Patient und Therapeut – gilt als einer der wichtigsten Wirkfaktoren in der Psychotherapie. Forschung zeigt, dass eine starke therapeutische Allianz einen direkten Einfluss auf den Therapieerfolg hat. Eine Metaanalyse von Flückiger et al. (2018) belegt, dass eine positive Beziehung zwischen Therapeut und Patient mit besseren Therapieergebnissen korreliert. Carl Rogers, einer der Begründer der humanistischen Psychologie, betonte bereits in den 1950er-Jahren die Bedeutung von Empathie, Wertschätzung und Echtheit in der Therapie. Er schrieb: „Wenn ich eine bestimmte Art von Beziehung bieten kann, wird die andere Person ihre eigenen Fähigkeiten zur Veränderung und zum Wachstum entdecken.“ (Rogers, 1957) Das bedeutet: Ein guter Therapeut schafft ein Umfeld, in dem sich Patienten sicher, verstanden und wertgeschätzt fühlen – eine Voraussetzung für tiefgehende therapeutische Prozesse. Probatorische Sitzungen: Ein gemeinsames Kennenlernen Da die therapeutische Beziehung so entscheidend ist, gibt es vor dem eigentlichen Beginn einer Therapie die probatorischen Sitzungen. Diese dienen dem gegenseitigen Kennenlernen und bieten die Möglichkeit zu prüfen, ob die „Chemie“ stimmt. In diesen Sitzungen können Patienten sich fragen: Fühle ich mich verstanden und ernst genommen? Ist der Kommunikationsstil des Therapeuten angenehm für mich? Kann ich mir vorstellen, über meine tiefsten Gedanken und Gefühle zu sprechen? Gleichzeitig hat auch der Therapeut die Aufgabe zu prüfen, ob er oder sie die richtige Begleitung für den individuellen Prozess sein kann. Denn nicht jeder Therapieansatz passt zu jeder Person. Woran erkennt man den richtigen Therapeuten? Die Auswahl eines passenden Therapeuten ist ein individueller Prozess. Dennoch gibt es einige Kriterien, die helfen können: 1. Fachliche Qualifikation und Therapieansatz Verschiedene Therapieformen – wie Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie oder systemische Therapie – haben unterschiedliche Ansätze. Es ist hilfreich, sich vorab über diese Methoden zu informieren und zu überlegen, welche am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. 2. Erster Eindruck und „Bauchgefühl“ Bereits nach den ersten Sitzungen sollte man sich fragen: Fühle ich mich verstanden? Kann ich mich öffnen? Studien zeigen, dass die persönliche Passung wichtiger sein kann als die spezifische Therapieform (Horvath & Luborsky, 1993). 3. Empathie und Kommunikationsstil Ein guter Therapeut zeigt echtes Interesse und geht respektvoll auf die Sorgen des Patienten ein. Er oder sie sollte aktiv zuhören, ohne vorschnelle Lösungen anzubieten oder den Patienten zu bewerten. 4. Struktur und Transparenz Die Therapie sollte klar strukturiert sein – dazu gehören eine transparente Zielsetzung, eine verständliche Erklärung der Vorgehensweise und ein Gefühl von Sicherheit im therapeutischen Prozess. 5. Flexibilität und Offenheit Manche Patienten brauchen eine eher direkte Herangehensweise, andere wünschen sich mehr Raum zur Reflexion. Ein guter Therapeut kann seinen Stil anpassen und gemeinsam mit dem Patienten herausfinden, was am besten funktioniert. Keine Therapie von der Stange: Individuelle Herangehensweise Jeder Mensch ist einzigartig – mit individuellen Lebenserfahrungen, Denkweisen und Bedürfnissen. Deshalb kann Psychotherapie keine Fließbandarbeit nach Schema F sein. Erfolgreiche Therapie bedeutet, sich flexibel auf den jeweiligen Patienten einzustellen und Interventionen maßgeschneidert zu wählen. Ein guter Therapeut nimmt sich die Zeit, den Menschen hinter den Symptomen zu sehen. Standardisierte Techniken können zwar helfen, doch ihre Anwendung muss immer individuell abgestimmt werden. Nur so kann nachhaltige Veränderung entstehen. Mein Ansatz: Emotional fokussiert, auf Augenhöhe und transparent In meiner Praxis Redemoment liegt mir besonders eine emotionsfokussierte Arbeit am Herzen. Emotionen sind oft der Schlüssel zu Veränderung und Wachstum – und genau hier setze ich in meiner therapeutischen Arbeit an. Drei zentrale Werte prägen meine Arbeit: Begegnung auf Augenhöhe: Ich begegne meinen Patienten mit Respekt und Wertschätzung. Die Therapie ist ein gemeinsamer Prozess, kein hierarchisches Gefälle. Transparenz: Ich erkläre mein Vorgehen offen, sodass meine Patienten jederzeit verstehen, warum wir bestimmte Methoden anwenden. Individuelle Anpassung: Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit. Daher arbeite ich nicht nach festen Schemata, sondern passe meine Interventionen individuell an. Fazit: Beziehung als Schlüssel zum Therapieerfolg Die Wahl des richtigen Therapeuten geht über fachliche Qualifikationen hinaus – die zwischenmenschliche Passung ist oft der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Therapie. Studien zeigen, dass eine starke therapeutische Allianz maßgeblich darüber entscheidet, ob die Therapie wirkt. Deshalb lohnt es sich, in den probatorischen Sitzungen genau hinzuspüren: Fühle ich mich hier wirklich aufgehoben? Wenn du auf der Suche nach einer einfühlsamen, transparenten und individuell angepassten Begleitung bist, freue ich mich, dich in meiner Praxis begrüßen zu dürfen. Denn Therapie ist kein starrer Prozess – sondern eine gemeinsame Reise zu mehr Klarheit, Wachstum und Wohlbefinden. Literatur: Flückiger, C., Del Re, A. C., Wampold, B. E., & Horvath, A. O. (2018). The alliance in adult psychotherapy: A meta-analytic synthesis. Psychotherapy, 55(4), 316-340. Rogers, C. R. (1957). The necessary and sufficient conditions of therapeutic personality change. Journal of Consulting Psychology, 21(2), 95-103. Wampold, B. E., & Imel, Z. E. (2015). The Great Psychotherapy Debate: The Evidence for What Makes Psychotherapy Work. Routledge. Schauenburg, H., et al. (2010). The impact of the therapeutic alliance on treatment outcome in psychotherapy: A meta-analysis. Psychotherapy Research, 20(2), 139-148.
Führungsstile und die Rolle von Coaching – Mit psychotherapeutischer Expertise zur erfolgreichen Führung

Führungsstile und die Rolle von Coaching – Mit psychotherapeutischer Expertise zur erfolgreichen Führung – Julia Benner Führung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht nur Fachwissen, sondern auch soziale Kompetenz, emotionale Intelligenz und strategisches Denken erfordert. Unterschiedliche Führungsstile können je nach Situation, Teamzusammensetzung und Unternehmenskultur variieren. Führungskräfte stehen täglich vor der Herausforderung, ihre Teams effektiv zu leiten und gleichzeitig ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen. Die Wahl des Stils spielt dabei eine entscheidende Rolle.Ein professionelles Coaching, insbesondere durch eine erfahrene Coachin mit psychotherapeutischer Approbation, kann Führungskräfte dabei unterstützen, ihren eigenen Stil zu reflektieren und gezielt weiterzuentwickeln. Die verschiedenen Führungsstile Grundsätzlich lassen sich verschiedene Führungsstile unterscheiden, die jeweils eigene Vor- und Nachteile haben: Autoritärer Führungsstil – Klare Hierarchien und strikte Anweisungen stehen im Vordergrund. Dieser Stil kann in Krisensituationen effektiv sein, birgt aber das Risiko, Kreativität und Eigenverantwortung der Mitarbeitenden einzuschränken. Demokratischer Führungsstil – Entscheidungen werden im Team getroffen, Mitarbeitende sind stark eingebunden. Dies fördert Innovation, kann aber in manchen Fällen zu langwierigen Entscheidungsprozessen führen. Laissez-faire-Führungsstil – Mitarbeitende genießen größtmögliche Freiheit, was für eigenverantwortliche Teams gut funktionieren kann. Ohne klare Strukturen kann es jedoch zu Unsicherheiten und Ineffizienz kommen. Transformationaler Führungsstil – Der Fokus liegt auf Inspiration und persönlicher Entwicklung der Mitarbeitenden. Führungskräfte agieren als Vorbilder und motivieren durch Visionen. Situativer Führungsstil – Je nach Kontext und Teamstruktur wird flexibel zwischen verschiedenen Führungsansätzen gewechselt. Jede Führungskraft hat individuelle Stärken und Präferenzen, die in der Praxis unterschiedlich zum Tragen kommen. Genau hier setzt ein professionelles Coaching an. Wie kann Coaching Führungskräfte unterstützen? Ein gezieltes Coaching hilft Ihnen dabei, den eigenen Führungsstil zu reflektieren, blinde Flecken zu erkennen und neue Strategien zu entwickeln. Durch meine Kombination aus langjähriger Erfahrung und psychotherapeutischer Fachkompetenz kann ich Ihnen dabei u.a. in folgenden Punkten helfen: Persönliche Muster aufdecken: Oft beeinflussen unbewusste Glaubenssätze und emotionale Reaktionen den Führungsstil. Ein Coaching mit psychotherapeutischer Expertise hilft, tiefere Ursachen zu verstehen und bewusst zu steuern. Individuelle Stärken fördern: Gemeinsam werden persönliche Führungsqualitäten herausgearbeitet und gezielt gestärkt. Umgang mit Herausforderungen verbessern: Konflikte im Team, Entscheidungsdruck oder Veränderungsprozesse können belastend sein. Die Coachin unterstützt mit bewährten Methoden aus der Psychotherapie und der Führungskräfteentwicklung. Emotionale Intelligenz steigern: Empathie und Selbstwahrnehmung sind essenziell für erfolgreiche Führung. Durch psychologisch fundierte Methoden kann die emotionale Kompetenz gezielt geschärft werden. Resilienz und Stressmanagement fördern: Führung kann herausfordernd sein – ein professionelles Coaching hilft dabei, mit Druck und Unsicherheiten gesund umzugehen. Ein Coaching durch eine erfahrene, psychotherapeutisch approbierte Coachin bietet weit mehr als klassische Führungskräfteentwicklung. Es kombiniert bewährte Coaching-Techniken mit tiefgehender psychologischer Expertise und ermöglicht so eine nachhaltige persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Wer seinen Führungsstil reflektieren, optimieren und authentischer gestalten möchte, profitiert von dieser einzigartigen Kombination aus Coaching und psychotherapeutischem Know-how. Mehr als nur Führungsstil-Coaching Das Coaching bei Redemoment kann aber auch über das Thema „Führungsstil“ hinaus gehen. Auch in anderen wichtigen Bereichen der Unternehmensführung biete ich wertvolle Unterstützung. Dazu gehören: Businesspläne bei Neugründungen hinterfragen und optimieren Führung und Teambuilding Prozessoptimierung und Selbstmanagement Mitarbeiterzufriedenheit und Personalbeschaffung Problemanalyse und Mitarbeiterbindung Präsentationsoptimierung für einen überzeugenden Auftritt Durch diese umfassende Herangehensweise profitieren nicht nur Führungskräfte, sondern auch Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich in herausfordernden Situationen weiterentwickeln möchten.