Die Entscheidung, eine Therapie zu beginnen, ist ein großer Schritt – doch ebenso wichtig ist die Wahl des richtigen Therapeuten. Neben der fachlichen Qualifikation spielt insbesondere die therapeutische Beziehung eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Behandlung. Aber woran erkennt man einen passenden Therapeuten, und warum ist die Beziehung zwischen Therapeut und Patient so essenziell?
Die therapeutische Beziehung – also die emotionale und professionelle Verbindung zwischen Patient und Therapeut – gilt als einer der wichtigsten Wirkfaktoren in der Psychotherapie. Forschung zeigt, dass eine starke therapeutische Allianz einen direkten Einfluss auf den Therapieerfolg hat. Eine Metaanalyse von Flückiger et al. (2018) belegt, dass eine positive Beziehung zwischen Therapeut und Patient mit besseren Therapieergebnissen korreliert.
Carl Rogers, einer der Begründer der humanistischen Psychologie, betonte bereits in den 1950er-Jahren die Bedeutung von Empathie, Wertschätzung und Echtheit in der Therapie. Er schrieb:
„Wenn ich eine bestimmte Art von Beziehung bieten kann, wird die andere Person ihre eigenen Fähigkeiten zur Veränderung und zum Wachstum entdecken.“ (Rogers, 1957)
Das bedeutet: Ein guter Therapeut schafft ein Umfeld, in dem sich Patienten sicher, verstanden und wertgeschätzt fühlen – eine Voraussetzung für tiefgehende therapeutische Prozesse.
Da die therapeutische Beziehung so entscheidend ist, gibt es vor dem eigentlichen Beginn einer Therapie die probatorischen Sitzungen. Diese dienen dem gegenseitigen Kennenlernen und bieten die Möglichkeit zu prüfen, ob die „Chemie“ stimmt.
In diesen Sitzungen können Patienten sich fragen:
Gleichzeitig hat auch der Therapeut die Aufgabe zu prüfen, ob er oder sie die richtige Begleitung für den individuellen Prozess sein kann. Denn nicht jeder Therapieansatz passt zu jeder Person.
Die Auswahl eines passenden Therapeuten ist ein individueller Prozess. Dennoch gibt es einige Kriterien, die helfen können:
Verschiedene Therapieformen – wie Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie oder systemische Therapie – haben unterschiedliche Ansätze. Es ist hilfreich, sich vorab über diese Methoden zu informieren und zu überlegen, welche am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Bereits nach den ersten Sitzungen sollte man sich fragen: Fühle ich mich verstanden? Kann ich mich öffnen? Studien zeigen, dass die persönliche Passung wichtiger sein kann als die spezifische Therapieform (Horvath & Luborsky, 1993).
Ein guter Therapeut zeigt echtes Interesse und geht respektvoll auf die Sorgen des Patienten ein. Er oder sie sollte aktiv zuhören, ohne vorschnelle Lösungen anzubieten oder den Patienten zu bewerten.
Die Therapie sollte klar strukturiert sein – dazu gehören eine transparente Zielsetzung, eine verständliche Erklärung der Vorgehensweise und ein Gefühl von Sicherheit im therapeutischen Prozess.
Manche Patienten brauchen eine eher direkte Herangehensweise, andere wünschen sich mehr Raum zur Reflexion. Ein guter Therapeut kann seinen Stil anpassen und gemeinsam mit dem Patienten herausfinden, was am besten funktioniert.
Jeder Mensch ist einzigartig – mit individuellen Lebenserfahrungen, Denkweisen und Bedürfnissen. Deshalb kann Psychotherapie keine Fließbandarbeit nach Schema F sein. Erfolgreiche Therapie bedeutet, sich flexibel auf den jeweiligen Patienten einzustellen und Interventionen maßgeschneidert zu wählen.
Ein guter Therapeut nimmt sich die Zeit, den Menschen hinter den Symptomen zu sehen. Standardisierte Techniken können zwar helfen, doch ihre Anwendung muss immer individuell abgestimmt werden. Nur so kann nachhaltige Veränderung entstehen.
In meiner Praxis Redemoment liegt mir besonders eine emotionsfokussierte Arbeit am Herzen. Emotionen sind oft der Schlüssel zu Veränderung und Wachstum – und genau hier setze ich in meiner therapeutischen Arbeit an.
Drei zentrale Werte prägen meine Arbeit:
Die Wahl des richtigen Therapeuten geht über fachliche Qualifikationen hinaus – die zwischenmenschliche Passung ist oft der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Therapie. Studien zeigen, dass eine starke therapeutische Allianz maßgeblich darüber entscheidet, ob die Therapie wirkt. Deshalb lohnt es sich, in den probatorischen Sitzungen genau hinzuspüren: Fühle ich mich hier wirklich aufgehoben?
Wenn du auf der Suche nach einer einfühlsamen, transparenten und individuell angepassten Begleitung bist, freue ich mich, dich in meiner Praxis begrüßen zu dürfen. Denn Therapie ist kein starrer Prozess – sondern eine gemeinsame Reise zu mehr Klarheit, Wachstum und Wohlbefinden.